Interview mit Anna Rapp - PSB Standort Nürnberg

Interview mit Anna Rapp - PSB Standort Nürnberg

Wir haben mit unserer Anna Rapp, Direktionsleitung der PSB Regionaldirektion Nürnberg über unsere 24 Stunden Betreuung gesprochen. Dabei haben wir sie nach ihrer persönlichen Motivation gefragt, sich für häusliche Seniorenbetreuung einzusetzen und konnten ihr auch ein paar ganz persönliche Dinge entlocken. Viel Spaß beim Lesen. 

Frau Rapp, was spricht denn grundsätzlich für eine 24 Stunden Betreuung?

Frau Rapp, was spricht denn grundsätzlich für eine 24 Stunden Betreuung?

"Besonders im Alter möchten viele Senioren ungern auf ihr gewohntes Umfeld verzichten. Sie wünschen sich nur zu oft, weiterhin in den „eigenen vier Wänden“ zu leben und keinesfalls in ein Pflegeheim mit vielen fremden Menschen ziehen zu müssen.

Das kann auch für Angehörige zu einer großen Herausforderung werden. Neben den beruflichen Verpflichtungen und der eigenen Familie auch die Betreuung der Eltern zu übernehmen, ist oftmals nicht möglich und sei es nur die räumliche Entfernung, an der es scheitert. Mit einer 24 Stunden Betreuung im eigenen Zuhause genießen die Senioren eine 1:1 Betreuung und daraus resultierend die Möglichkeit, weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld bleiben zu können. Sie entscheiden mit, wann bzw. was sie essen möchten, wann sie zu Bett gehen oder wie sie ihre Freizeit gestalten möchten.
Eine Kurzzeitbetreuung zwischen vier und sechs Wochen können wir in Einzelfällen übrigens ebenfalls anbieten."

Warum sollten sich Familien für eine Betreuungskraft über die Private Seniorenbetreuung Deutschland® entscheiden?

Warum sollten sich Familien für eine Betreuungskraft über die Private Seniorenbetreuung Deutschland® entscheiden?

"Unser Unternehmen ist ja nun schon seit über 8 Jahren auf dem Markt. Daher verfügen wir mittlerweile über ein fest gewachsenes Netzwerk mit zuverlässigen Partnern und sehr viel Erfahrung. Denn, um betreuungsbedürftige Seniorinnen und Senioren optimal zu versorgen, ist eine smarte und professionelle Organisationsstruktur entscheidend – hierzu gehört unter anderem  eine umfassende Beratung im Vorfeld, eine persönliche Aufnahme vor Ort und auch die ständige Begleitung und Kundenbetreuung während der Versorgung, auch und insbesondere wenn es mal nicht optimal läuft. Deswegen sind wir beispielweise für unsere Kunden auch außerhalb der regulären Bürozeiten erreichbar und organisieren mit unseren Partnerunternehmen auf schnellstem Wege Ersatzpersonal, wenn es mal zu einem Notfall kommen sollte.

Darüber hinaus haben wir auch in den aktuellen herausfordernden Coronazeiten ein Infektionsschutzkonzept entwickelt, welches unseren Seniorinnen und Senioren ein hohes Maß an Sicherheit bieten kann. Wobei das Virus natürlich nach wie vor unberechenbar ist. Wir haben mit unserem Konzept aber zumindest organisatorisch einen sehr guten Weg gefunden.

Neben der Unternehmensorganisation ist aber auch die Unternehmensphilosophie genau so wichtig. Für die Kundenzufriedenheit und die Versorgungsqualität ist viel Leidenschaft, Empathie und Besonnenheit nötig. Gerade in unserer Branche, in der auch die Zwischenmenschlichkeit äußerst wichtig ist, müssen wir mit viel Verständnis, Flexibilität und Lösungsorientierung „hantieren“. Da gibt es kein „Schema F“. Da sind nicht selten individuelle Bedürfnisse und manchmal auch persönliche Befindlichkeiten im Spiel, wo wir dann besonnen und ausgleichend wirken und noch immer eine Lösung gefunden haben. Die Philosophie der PSB ist entscheidend, auch wenn es sich ein wenig „abgedroschen“ anhört, und durch Menschlichkeit, Verständnis und Beständigkeit geprägt. Und das spürt man auf allen Ebenen.

Wir sind Betreuungsdienstleister mit Herz und somit in vielen, auch zwischenmenschlichen, Bereichen gefordert."

Sprechen die Betreuungskräfte deutsch?

Sprechen die Betreuungskräfte deutsch?

"Die Frage hören wir natürlich oft und oft auch als erstes. Sie ist verständlich, sie sollte aber nicht an erster Stelle stehen. Über unsere EU-Partner stehen Betreuungskräfte mit unterschiedlichen Sprachkompetenzen und Deutschkenntnissen zur Verfügung. Die Deutschkenntnisse der Betreuungskräfte sind natürlich nicht unwichtig, allerdings sind Fähigkeiten und Eigenschaften wie Herzlichkeit, Empathie, Professionalität und Erfahrung mindestens genauso wichtig. Ein ehrlicher, respektvoller und herzlicher Umgang im Alltag miteinander ist sehr oft der Schlüssel für eine hohe Zufriedenheit und Lebensqualität im eigenen Zuhause."

Was hat sie dazu bewegt in diesen Beruf einzusteigen?

Was hat sie dazu bewegt in diesen Beruf einzusteigen?

"Ich bin in Polen geboren und in einem Haus aufgewachsen, in dem Eltern, Großeltern und teilweise sogar die Urgroßeltern zusammen unter einem Dach gelebt haben. In Polen ist das immer noch üblich. Mehrere Generationen leben respektvoll unter einem Dach. Die häusliche Betreuung und Pflege älterer Angehöriger ist in Polen also nichts Ungewöhnliches. So gibt es später keine Berührungsängste sich um die älteren Familienmitglieder zu kümmern.

In Deutschland ist das nicht mehr so weit verbreitet. Viele Familien leben räumlich getrennt und eben nicht mehr unter einem Dach. Da leben die Kinder und Angehörigen nicht selten 100te von Kilometern entfernt. Wir können da dann ganz konkret helfen, bei dem Wunsch im Alter zu Hause bleiben zu können. Ich persönlich freue mich, Familien mit unserer Seniorenbetreuung unterstützen und helfen zu können. Es ist schön zu sehen, wie zwischen Familienangehörigen, den Senioren und den Betreuungskräften Freundschaften entstehen. Die Senioren blühen wieder auf, die Angehörigen können unbeschwert auch wieder einmal in den Urlaub fahren und wissen ihre Liebsten gut versorgt. Für alle Beteiligen eine sogenannte echte „Win-Win-Situation“.
Da meine Muttersprache Polnisch ist, ist es für die Betreuungskräfte zudem von Vorteil, jemanden in der Nähe zu haben, mit dem sie ohne Sprachbarrieren eventuelle Missverständnisse oder Fragen besprechen können."

Wie schaffen Sie sich Ihren persönlichen Ausgleich von Ihrem gelegentlich auch fordernden Beruf?

Wie schaffen Sie sich Ihren persönlichen Ausgleich von Ihrem gelegentlich auch fordernden Beruf?

"Das Familienleben ist da natürlich ganz wichtig. Da wird viel gelacht, gekocht und manchmal auch gestritten und natürlich wieder versöhnt. Aber auch mit regelmäßigen Yogastunden, Joggen, und meinem Labrador finde ich genügend Ausgleich, um jeden Tag mit Freude meiner Berufung nachzugehen."

Sie sagten: "… da wird viel gekocht…". Was ist denn Ihr Lieblingsessen?

Sie sagten: "… da wird viel gekocht…". Was ist denn Ihr Lieblingsessen?

*Lachen* "Das ist natürlich ein typisch polnisches Gericht und nennt sich „Bigos“, mit Weißkohl, Sauerkraut und verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten. Das erinnert mich immer an meine unbeschwerte und glückliche Kindheit."

 

"Liebe Frau Rapp, wir danken Ihnen herzlich für dieses interessante Gespräch."